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Integration

Da wir Muslime ein Teil der deutschen Gesellschaft sind, sollte jede selbstbewussten und praktizierenden Muslim dieses Thema sehr interessieren. Denn als hier lebende Muslim, sei es deutsche oder Muslime mit Migrationshintergrund, müssen  alle die Sitten und Gebräuche andere respektieren und darf auch auf seine kulturelle und sittliche Gebräuche Respekt erwarten. Auf keinem Fall darf ein Muslim rassistisch oder diskriminierend oder jemandem seine Rechte berauben, geschweige denn Schaden. Es gibt ein Gesetz des Islam der Echlissünnet (Leute die auf Sünnet leben) “Es gibt Hakk (Jede Lebewesen hat Rechte, die nicht verletzt werden darf)” . Dazu gehört die Menschenwürde an erste Stelle, dann sein Hab und Gut ist unantastbar, sowie seine Ehre und Namus (Namus ist vergleichbar wie “kein Sex vor Ehe” plus jede Familienmitglied ist heilig, sei es männliche oder weibliche Geschlecht, ihre Jungfräulichkeit ist unantastbar), dann die Tierrechte.

Wir dürfen stolz auf unser Propheten (s.a.w.) sein, als erste Frauenrechtler in der Geschichte der Menschheit gewesen ist, im ersten von Menschen erlassene Grundgesetz am Abschiedspilgerfahrt des Prophet ausgesprochen wurde. Die Frauen sind nach islamische Auffassung “Keine Teufel” , wie manche Religionen es sagen, in Islam sind sie an erste Stelle Menschen und dann eine Mutter und jeder weiss welche Stellenwert eine Frau im Islam hat: Rassulullah (Ssallallahu aleyhi wessellem) einst  sagte “Dschennet (Paradies) befindet sich unter den Füssen der Mutter” , also behandeln die Muslime ihre Mütter sehr gut.

Es liegt vielleicht in der Natur des Menschen, dass er einen Unterschied macht zwischen Nahem und Entferntem, zwischen Verwandtem und Fremden. Mit der geistigen und sittlichen Weiterentwicklung zeigt sich bei der menschlichen Gesellschaft das Bestreben, die Angleichung des Fremden zu erleichtern. Wenn eine Gesellschaft einzig auf der Verwandtschaft des Blutes gründet, dann ist jeder Einbürgerung für immer ausgeschlossen; ebenso dann, wenn sie auf der Hautfarbe beruht, die sich nicht verbergen lässt. Wird sie von eine Sprache getragen, dann bedarf es lange Jahre des Eindringens zur Integration. Was den Geburtsort anbetrifft, so hat diese seine Bedeutung immer mehr verloren, seit der Mensch den Horizont des Stadtstaates überschritten hat. Dennoch muss bemerkt werden, dass man sich bei all diesen Vorstellungen von gesellschaftlicher Einheit auf beträchtliche Zufälligkeiten stützt und Überlegungen hält, die eher dem tierischen Instinkt als menschlicher Vernunft entsprechen; aber diese ist dem, was dem Tier zukommt, doch überlegen. Es ist bekannt , dass der Islam diese Vorstellung als überwunden zurückweist und sich für die “Gemeinschaft der Ideologie” - d.h. eine Sache, die vom Menschen allein abhängt und nicht etwa von der Zufälligkeit seiner Geburt - als soziales Band, als sein Bindeglied, entschieden hat. Es versteht sich von selbst, dass die Naturalisierung unv die Angleichung an eine solche Gemeinschaft nicht nur einfach und annehmbar für die Gesamtheit der menschlichen Rassen ist, sondern auch der Vernunft mehr entspricht und so wir das Leben in Frieden und Ruhe leichter ermöglicht.

Damit eine solide und harmonische Basis des integrierten Zusammenlebens in der Gesellschaft geschaffen werden kann, muss erst die Ideologie, Kultur und Glaube des so genannten Fremdlings oder Nichtdeutschen toleriert, ja sogar akzeptiert werden. Sie müssen als “Mensch” betrachtet werden, ohne auf seine Hautfarbe, Religion oder Kultur zu verteufeln.

Dass die Muslime die Gesetze des Landes, in dem sie leben akzeptieren und befolgen müssen, ist ausser Frage. Ohne die Gesetze und Kultur des Landes zu respektieren, gibt es kein harmonischen Zusammenleben. Ohne das Gewissen kann man kein fromme Gläubige Mu´min (Praktizierende Muslim) sein und ohne das Gewissen, kann nicht von einem Iman ( Glaubensbekenntnis in Islam) und Mensch sein gesprochen, geschweige denn von Muslim die Rede sein. Das Gesetz, dass Muslime ihre Nachbarn “Fürsorglich” behandeln müssen, ist die Grundlage unserer Gastfreundschaft, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Der Prophet (Ssallallahu aleyhi wessellem), wie eine seinen Weggefährten einst berichtet hat; “Als Rassulullah (s.a.w.) unser Pflichten gegenüber unseren Nachbarn aufzählen begann und erzählte und erzählte, habe ich fast gedacht, dass er fast die Nachbarn Teilhaber unsere Erben machen wird...” . In einem Hadis sagt Rassulullah s.a.w., und das zeigt wie wichtig geselschaftliches zusammenleben in Islam ist: “Wenn jemand gesättigt zum Schlafen geht, während sein Nachbar hungert, ist nicht von uns!” Das zeigt, wie wichtig die Nachbarschaft und Freundschaftlichkeit in Islam ist. Und das dürfen hier in Deutschland oder egal wo  auf der Welt lebende Muslime nie vergessen! Denn wenn wir dieses Hadis richtig untersuchen, steht nirgend wo von “Muslim-Nachbar”!!! Es ist also gleich, wer nebenan wohnt. An erster Stelle ist sie doch ein Mensch. Ausserdem für die guten Taten bekommt man 10 fache bis 700 fache Sewap (Lohn) und wohlwollen Allahs. Was will man mehr als wohlwollen Allahs.

Ausserdem verbindet die Geschichte uns türkisch stämmigen Muslime mit den Deutschen. Wir haben gemeinsam in Erster Weltkrieg gegen das Feind in unterschiedlichen Fronten gekämpft. Es gab auch Zeiten in dem Krieg, wo wir uns für die anderen geopfert haben. Jetzt leben wir gemeinsam in einem demokratischen und sozialen Rechtsstaat. Man beisst nicht die Hand, die einen das Brot gibt. Es gibt auch leider eine Front hierzulande, die gegen diese Verbindung und Zusammengehörigkeit mit aller Macht Arbeiten und keine Möglichkeit unversucht lassen, gegen die Muslime zu hetzen und Islamphobie zu verbreiten. Es ist echt Schade, dass manche Politiker in manchen Ländern, die eigentlich Ruhestifter seien sollten, selber gegen den Islam und Muslime hetzen (z.B. wie in Niederlande, Dänemark oder pro...)

Wir hören manche Personen sagen: “Ist das nicht toll, dass ihr hier eine Moscheen bauen dürft?” . Na ja, mag das für euch neu und wie eine genehmigte grosse Privileg für Muslime in seine Augen erscheinen. Aber sie müssen wissen; ihr erlaubt es erst seit 20-25 Jahren Moscheen hier zu bauen, in dem wir leider keine öffentliche Gebetsrufe (Sprich 5 mal tägliche Esanrufen) machen dürfen. Wir in islamische Geschichte dagegen, erlauben nicht nur den Christen die Kirche bauen, sondern auch Synagoge und andere Glaubenshäuser seit über 1400 Jaren. Z.B. gab auch viele Fälle, dass die Padischahs (Sultane) des osmanischen Imperiums diese auch mit öffentlichen Geldern gefördert und finanziert haben und was noch wichtiger ist, die Kirchen dürfen bei uns seit Jahrhunderten schon läuten. Die Europäer dagegen, die sich für die Wiege der Menschlichkeit ausgeben, sind immer noch nicht soweit, anders glaubende zu tolerieren, wie die islamishce Welt. Aber in Deutschland ist es nicht so. Deutschland ist weiter als die andere europäische Länder. Denn ich habe Esan in einer Moschee am Freitagsgebet öffentlich gehört und das gibt grosse Hoffnung, auf die wir bauen können. Deshalb werde ich mich bestimmt nicht irren, wenn ich sage, dass wir auch bald in den Wahlen wählen und gewählt werden, wie in Amerika der Obama gewählt wurde, was vor kurzem noch undenkbar war.

Nun leben wir hier; hier werden wir geboren, gehen zur Schule, verlieben und heiraten wir. Wir Muslime sind schon ein Teil des Landes, dessen sind wir Muslime bewusst. Wir müssen uns auch mit dem Land und Staat verbunden fühlen. Denn sie versorgt und ernährt uns, gibt die Möglichkeit uns weiterzubilden, uns Selbständig zu machen und dadurch wir Arbeitsplätze schaffen, gibt uns Arbeit und gegen die Verbrecher schützen sie uns, wie jede andere Bürger. Es gibt bestimmt noch viele Sachen, die man aufzählen kann. Das sind aber sehr wichtige Gründe, warum wir uns integrieren sollten, und das mit ganzem Herzen.

 

Wesselam

Ahmet Ugur  

 

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