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Entstehung IslamsTeil 3

Die Entstehung Teil 3

Die Miradsch

Zu dieser Zeit erlebte Muhammed (s.a.w. =Ssallallahu Aleyhi Wessellem) seine Miradsch (Himmelfahrt): er sah sich von Allah in den Himmel aufgenommen, er schaute die Wunder der himmlischen Welt und brachte seiner Gemeinde als göttliches Geschenk den Namas (islamisches Gebet), die wahrhafte Vereinigung des Menschen mit Allah (wir müssen jedoch merken, dass die Muslime den Gebrauch des christlichen Ausdrucks “Vereinigung”, “Kommunion” als irgendwie zweideutig, vermeiden). Um dieses Einswerden mit der wirklichen Gegenwart Allahs zu erreichen, bedient sich der Muslim im letzten Teil des Namases nicht greifbarer Gegenstände, wie andere Religionen, sondern es werden Grußformeln ausgetauscht, wie dies zwischen Allah (d.d.) und Muhammed (s.a.w.) anlässlich der Miradsch des Rassulullahs geschehen war:

“Gesegnete und lautere Grüße an Allah.

-Ya Rassulullah (o Gesandter), Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs sei mit dir.

-Friede sei mit uns und allen Dienern Allahs, die sich reinhalten.”

Der christliche Ausdruck “Kommunion” besagt in etwa “an Gott teilhaben”. Da die Muslime dies als anmaßend empfinden, benutzen sie den Ausdruck “Erhebung zu Allah und Aufnahme in Seine erhabene Gegenwart”. Gott bleibt somit Gott, und der Mensch bleibt Mensch, und so ist eine Vermischung und Verwechselung der beiden ausgeschlossen.

Die Nachricht von dieser himmlischen Begegnung konnte die Feindseligkeit der Heiden nur noch steigern. Der Rassulullah (Prophet) ging jedoch unbeirrt den Weg seines göttlichen Auftrags.

Hidschret (Auswanderung nach Medine):

Die jährliche Wallfahrt zur Kaba führte Araber aus allen Teilen der Halbinsel nach Mekka. Rassulullah trachtete daher irgendeinen Volksstamm zu finden, der ihm Obdach und Schutz gewähren und die Möglichkeiten zur Ausführung seiner reformatorischen Sendung geben würde. Die fünfzehn Abordnungen von Stämmen, die er nacheinander aufsuchte, wiesen ihn aber alle mehr oder weniger heftig zurück. Er verzweifelte jedoch keineswegs; und schliesslich traf er zuletzt ein halbes Dutzend Leute aus Medine. Als Nachbarn von Juden und Christen waren ihnen Rassulullah und geoffenbarte Botschaften bekannt. Sie wussten auch, dass diese “Völker der himmlischen Bücher” die Ankunft eines Propheten, eines letzten Trösters, erwarteten. Daher wollte diese Medinenser (jemand aus Medina) sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den anderen zuvorzukommen: sie schenkten Rassulullah alsbald Glauben und versprachen ihm, in Medine neue Anhänger und die notwendige Unterstützung für ihn zu suchen. Im folgenden Jahre leisteten ein Dutzend Medinenser ihm den Treueschwur und baten um einen Lehr-Missionar. Das Wirken dieses letzteren, Musab, hatte so grossen Erfolg, dass er eine Gruppe von 73 Neuanhängern anlässlich der Wallfahrt nach Mekka führen konnte. Diese luden den Rassulullah - und auch die andere unterdrückten und verfolgten Muslime aus Mekka - ein, in ihre Stadt auszuwandern und versprachen, sie zu schützen und wie die Mitglieder ihrer eigenen Familie zu behandeln. Heimlich und in kleinen Gruppen wanderte nun der grösste Teil der Muslime nach Medina aus. Die Heiden beschlagnahmten nicht nur die von ihnen zurückgelassenen Güter, sondern bereiteten auch eine Verschwörung zur Ermordung Rassulullahs vor. Rassulullah konnte nicht mehr daheim bleiben. Wir müssen uns hier daran erinnern, dass die Heiden trotz ihrer Feindseligkeiten gegenüber seiner Sendung auf seine Rechtschaffenheit vertrauten - viele von ihnen hatten soger ihre Ersparnisse bei ihm hinterlegt. Rassulullah übergab diese Besitztümer seinem Vetter Ali, der sie den Eigentümern zurückerstatten sollte. Dann verliess er heimlich die Stadt zusammen mit seinem treuen Freund Ebu Bekir, und nach mancherlei Abenteuern gelang es ihm, unversehrt nach Medina zu kommen. Es war das Jahr 622 n. Chr.; damit beginnt die Zeitrechnung “Hidschret” für die Islamwelt.

Neugestaltung der Gemeinde:

Um einen besseren Zusammenschluß der Geflüchteten zu erreichen, vereinte sie der Prophet (s.a.w.) durch eine Art Bruderschaftsvertrag mit einer gleichen Anzahl unter den reicheren Leuten aus Medina. Die Familie der beiden Vertragspartner arbeiteten für den Lebensunterhalt zusammen und halfen sich gegenseitig auf jeglicher Weise.

Muhammed (s.a.w.) war davon überzeugt, dass der Mensch sich besser zur Vollkommenheit hin entwickeln könne, wenn man Religion und Politik einander gleichstellte, wie die bei den Bestandteile eines einzigen Ganzen, dazu war nur der Islam fähig. Er rief daher die Vertreter der Muslime und der Nichtmuslime aus dem Bezirk zusammen: Araber, Juden, Christen und andere, und legte ihnen die Schaffung eines Stadt-Staates Medina nahe. Nachdem er mit ihnen einig geworden war, gab er diesem Stadtstaat eine schriftliche Verfassung, die Erste dieser Art in der ganzen Weltgeschichte, in der die Pflichten und die Rechte der Bürgerschaft wie auch des Staatsoberhaupts festgelegt waren. Zum Amt des Staatsoberhaupts wurde einstimmig Muhammed (s.a.w.) berufen. Durch diese Verfassung wurde die Bisherige Private Rechtsprechung abgeschafft und die Sorge dafür von nun an der Gemeinschaft aller Bürger übertragen. Grundsätze für Verteidigung und Aussenpolitik wurden festgelegt. Für die Obligationen, die zu schwer zu tragen waren, wurde ein System von sozialen Versicherungen erstellt, und man billigte Rassulullah (s.a.w.) das letzte Wort bei allen Streitigkeiten und Entscheidungen zu: es gab keine Beschränkung für die gesetzgeberische Macht des Rassulullahs. Die Religionsfreiheit wurde ausdrücklich anerkannt, speziell für die Juden, denen die Verfassungskunde die Gleichstellung mit den Muslimen in allen zugestand, was das zeitliche Leben betrifft.

Danach machte Rassulullah mehrere Reisen, um eine Zusammenführung der benachbarten Stämme zu versuchen und mit ihnen Bündnis- und Hilfsverträge abzuschliessen. Er beschloss, unter ihrer Mitwirkung einen wirtschaftlichen Druck auf die Heiden von Mekka auszuüben, die den Besitz der ausgewanderten Muslime beschlagnahmt und unzählige Schäden verursacht hatten. Die Durchzug durch das Gebiet von Medina erbitterte die Heiden, so dass ein blutiger Streit entbrannte.

Neben den Sorgen für die Verteidigung der materiellen Interessen der Gemeinschaft wurden die geistigen Gesichtspunkte keineswegs ausser Acht gelassen; kaum ein Jahr nach der Auswanderung nach Medina erfolgte die Anordnung der strengsten geistlichen Disziplin: das jährliche Fasten während des ganzen Monats Ramasan für alle erwachsenen Muslime, Männer wie Frauen.

Kampf gegen Unduldsamkeit und Unglauben:

Die Austreibung ihrer muslimischen Mitbürger war den Mekkanern noch nicht genug; sie stellten an die Einwohner von Medina die Forderung, Muhammed (s.a.w.) und seine Sahabe (Weggefährten) jeglichen Schutz zu entziehen und sie auszuweisen - allerdings ohne Erfolg. Einige Monate später, im zweiten Jahr der Hidschret, schickten sie ein mächtiges Heer gegen den Propheten; der Kampf fand in Bedir statt, und die Heiden wurden in die Flucht geschlagen, obwohl sie dreimal so zahlreich waren wie die vom Rassulullah (Ssallallahu Aleyhi Wessellem) angeführten Muslime (im Jahr 624). Nach einem weiteren Jahr der Vorbereitung fielen die Mekkaner in Medina ein, um sich für die Niederlage von Bedir zu rächen. Der Feind war viermal stärker als die Muslime, zog sich jedoch nach einem blutigen Kampf in Uhud zurück, ohne dass eine Entscheidung gefallen war. Die von den Heiden geführten Söldner wollten sich nicht weiter Gefahren aussetzen (im Jahr 625).

Inzwischen hatten die jüdischen Einwohner von Medina mit Unruhestiftungen begonnen: nach dem Siege von Bedir war einer ihrer grossen Führer, Ka´b ibn el-aschraf, nach Mekka gereist, um die Heiden seiner Zusammengehörigkeit mit ihnen zu versichern und sie zu einem Vergeltungskampf anzuregen. Nach der Schlacht von Uhud zettelten die Juden seines Stammes eine Verschwörung an, die zur Ermordung des Propheten führen sollte. Sie luden ihn ein, ihr Dorf in Gesellschaft von nur zwei oder drei anderen Personen zu besuchen und gaben vor, dass sie alle bereit seien, den Islam anzunehmen, falls der Prophet ihre Rabbiner, die Dolche in ihren Gewändern verborgen hielten, anlässlich einer Diskussion über religiöse Fragen überzeugen könne. Eine Araberin, die mit einem Juden dieses Stammes verheiratet war, liess ihrem muslimischen Bruder heimlich Nachricht darüber zukommen und vereitelte damit das Komplott. So wird es bei Samhudi erzählt, der sich auf alte Quellen stützt und zu Recht darauf verweist, dass diese Version der Ibni Ishakks vorzuziehen ist. Trotzdem beschränkte sich Muhammed (s.a.w.) darauf, von den Angehörigen dieses Stammes zu verlangen, dass sie das Gebiet von Medina unter Mitnahme all ihres Besitzes verliessen; sie sollten ihre Grundbesitz verkaufen und ihre Kreditbriefe zurückerhalten. Diese Milde hatte völlig unerwartet einen entgegengesetzten Erfolg. Von Chaiber aus setzten sich die Vertriebenen nicht nur mit den Bewohnern von Mekka, sondern auch mit den Stämmen nördlich, südlich und östlich von Medina in Verbindung, mobilisierten ihre militärische Hilfe und führten einen Angriff auf Medina mit Kräften aus, die vierfach so stark waren wie die von Uhud. Die Muslime erwarteten eine Belagerung, hoben einen Graben aus und bereiteten sich auf ihre härteste Prüfung vor. Der Abfall der in der Stadt zurückgebliebenen Juden machte jedoch alle Verteidigungspläne zunichte. Einem geschickten Diplomaten gelang Es dann aber, die verbündeten Feinde zu entzweien, und sie zogen sich einer nach dem anderen zurück (Im Jahr 627).

Zu dieser Zeit wurden alkoholische Getränke und Glücksspiele für die Muslime als verboten erklärt.

Versöhnung:

Rassulullah (s.a.w.) versuchte im Jahr 628 nochmals, sich mit den Mekkanern zu versöhnen und begab sich nach Hudeybiye, nicht sehr weit von Mekka. Die Unterbrechung des nördlichen Karawanenweges hatte die Wirtschaft der Mekkaner zur Grunde gerichtet . Rassulullah versprach ihnen gesicherte Durchfahrt, die Auslieferung ihrer Flüchtlinge, die sich zu ihm begeben würden, und die Erfüllung jeder anderen vom Feinde gestellten Bedingung. Er war sogar bereit, nach Medina zurückzukehren, ohne die Hadsch (Wallfahrt) zur Kabe gemacht zu haben. Die beiden Vertragsparteien gelobten in Hudeybiye nicht nur den Frieden, sondern auch die Nichteinmischung in Streitigkeiten mit Dritten.

Diesen Frieden nutzte der Prophet (s.a.w.) zur Entfaltung einer grossen Aktivitäten für die Verbreitung des Islams. Abgesehen von seinen Bemühungen in Arabien sandte er Missionsbriefe an die Herrscher von Byzanz, von Iran, von Abessinien und andere Staaten. Der “Autokrator” oder Oberpriester von Byzanz (der “Dughatur” der Araber) nahm den Islam an und wurde deshalb von der christlichen Volksmenge gelyncht; der Präfekt von Maan (Palästina) wurde aus dem gleichen Grund vom Kaiser zum Tode verurteilt und gekreuzigt. Ein muslimischer Gesandter wurde in Palästina/Syrien ermordet, und der Kaiser -statt den Mörder zu bestrafen - rannte zu seinem Schutze mit seiner Armee gegen die Strafexpedition an, die der Rassulullah (s.a.w.) daraufhin angeordnet hatte (die Schlacht von Mute)

Die Heiden von Mekka zogen Nutzen aus den Schwierigkeiten der Muslime und verletzten den abgeschlossenen Friedensvertrag. Rassulullah selbst stellte sich an die Spitze einer Armee mit zehntausend Mann und zog nach Mekka, die er ohne Schwertstreich eroberte. Als Sieger versammelte er die Bevölkerung um sich und rief ihr ihre Missetaten ins Gedächtnis: die religiöse Verfolgung, die ungerechte Beschlagnahme des Vermögens der Flüchtlinge, wiederholte Überfälle, zwanzig Jahre sinnloser Feindseligkeit. Schliesslich stellte er die Frage: “Und was erwartet ihr nun von mir?” Als alle beschämt und ängstlich das Haupt sinken liessen, rief Muhammed (s.a.w.): “Geht in Frieden, und Gott verzeihe euch. Heute soll euch keine Busse auferlegt werden; ihr seid frei”. Er verzichtete soger auf die Besitztümer, die die Heiden den Muslimen abgenommen hatten. Diese Haltung verursachte augenblicklich eine Änderung der Gefühle, alle waren zutiefst betroffen und beeindruckt von seine edlen und barmherzigen Haltung, als ein Häuptling aus Mekka nach Bekanntgabe des Straferlasses sich freiwillig an Muhammed (s.a.w.) wandte, um zum Islam überzutreten, sprach Muhammed (s.a.w.) zu ihm: “Und ich ernenne dich zum Statthalter von Mekka”. Ohne einen einzigen Soldaten aus Medina oder anderswo in Mekka zurückzulassen, kehrte der Prophet des Herzens (s.a.w.) nach Medina zurück. Die Bekehrung Mekkas im Jahr 630 zum Islam, die sich in wenigen Stunden vollzog, war vollkommen und aufrichtig.

Nun rüstete sich die Stadt Taif zum Kampf gegen den Propheten (s.a.w.). Das feindliche Heer wurde nach einigen Schwierigkeiten im Tal von Hunain zerstreut; die Muslime zogen es dann jedoch vor, die Belagerung von Taif aufzugeben und lieber friedliche Mitteln anzuwenden, um den Widerstand dieses Gebietes zu brechen. Knapp ein Jahr später begab sich eine Abordnung von Taif nach Medina und gab dort ihren Anschluss an den Islam bekannt. Sie erbat jedoch zunächst die Befreiung von der Gebetspflicht, von der Steuer und vom Militärdienst; ausserdem die Erlaubnis, diePraxis der Unzucht und des Genusses alkoholischer Getränke fortzusetzen, ja soger die Erhaltung des Tempels des Götzen Lat in Taif. Aber der Islam war nicht eine sittenlose materialistische Bewegung; und die Abordnung schämte sich bald ihrer eigenen Forderungen; Rassulullah (s.a.w.) gestand ihr die Befreiung von Steuern und Militärdienst zu und fügte hinzu: “Ihr braucht das Götzenbild nicht eigenhändig zu zerstören; wir werden Leute von hier schicken, die das tun werden; sollte ein Unglück daraus entstehen, wie euer Unglaube es euch fürchten lässt, so werden diese davon betroffen werden.” Das zeigt, welche Zugeständnisse der Prophet den Neu-Übergetretenen machen konnte. Die Bekehrung der Taifiten war so aufrichtig, dass sie nach wenigen Monaten von selbst auf die mit ihnen vereinbarten Vergünstigungen verzichteten; dies kann man daraus ersehen, dass Rassulullah - so wie in den anderen islamischen Gebieten - einen Steuereinzieher auch in ihrem Gebiet ernannte.

Während dieser zehn “Kriegs”jahre hatten die Nichtmuslime auf den Schlachtfeldern alles in allem etwa 200 Tote zu verzeichnen. Dank dieses gutartigen Eingriffs genas der arabische Kontinent vom Geschwür der Anarchie und Unsittlichkeit. In diesen zehn Jahren uneigennützigen Kampfes nahmen alle Völker der arabischen Halbinsel, Südpalästinas und des Südirak freiwillig den Islam an. (Einzelnen christlichen, jüdischen und persischen Gruppen jedoch, die ihrem Glauben behalten wollten, wurde jegliche Gewissensfreiheit wie auch gerichtliche und rechtliche Selbständigkeit zugestanden!)

Im Jahre 10 H., als Rassulullah (Ssallallahu aleyhi Wessellem) sich zur Hadsch (Pilgern) nach Mekka begab, traf er dort mit 124 tausend (nach eine anderen Überlieferung 224 tausend) Gläubigen aus allen Gegenden zusammen, die ihn zur Erfüllung der religiösen Pflichten begleiten wollten. Er hielt ihnen jene berühmte Predigt, die gleichzeitig auch erste Verfassung war, die bis dahin je verfasst wurde. Sie enthält auch zum ersten mal der Menschheitsgeschichte Frauenrechte. Kurzfassung: Glaube an einen einzigen Gott ohne Bilder oder andere Symbole oder Vermenschlichung; Gleichheit der Gläubigen ohne Unterschied der Rasse oder des Standes - ohne Überlegenheit als die - als die Frömmigkeit des einzelnen; Schutz des Lebens, der Güter und der Ehre aller Menschen; Abschaffung der Zinsen (auch der nichtwucherischen); Abschaffung der Blutrache und der Selbstjustiz; bessere und gerechte Behandlung der Frauen; Verpflichtung zur Erbteilung unter den nächsten Verwandten der beiden Geschlechter, wodurch jeder Möglichkeit zur Aufhäufung von Reichtümern in den Händen einer kleinen Gruppe ausgeschlossen wurde. Der Kuran und das Verhalten des Propheten sollten von nun an als Grundlage für das Gesetz und als gesundes Kriterium in allen Fragen des menschlichen Lebens dienen.

Nach seiner Rückkehr nach Medina im Jahr 632 erkrankte Rassulullah (Ssallallahu Aleyhi Wessellem =s.a.w.) und konnte einige Wochen später seine Seele in die Hand seines Schöpfers zurückgeben, in der befriedegenden Gewissheit, dass er die ihm anvertraute Aufgabe, der Welt die göttliche Botschaft auszurichten, gut erfüllt habe.

Er hat der Nachwelt eine Religon des reinen Eingottglaubens hinterlassen; er hat aus nichts einen disziplinierten Staat geschaffen, der von dem Chaos des Krieges jeder gegen jeden befreit war; er hat eine harmonische Gleichschaltung zwischen dem Geistlichen und dem Weltlichen, zwischen Mosche und Zitadelle erreicht; er hat eine neue Rechtsordnung erlassen, die eine unparteiische Rechtsprechung erlaubt und der das Staatsoberhaupt selbst in gleicher Weise unterworfen ist wie jeder einfache Bürger, und bei der religiöse Duldsamkeit soweit geht, dass die nichtmuslimischen Bewohner des Landes sich einer vollkommenen rechtliche, gerichtlichen und kulturellen Selbständigkeit erfreuen konnten. Bezüglich der staatlichen Einkünfte hatte der Kuran bestimmt, dass sie vor allem den Armen zu dienen haben und keinesfalls Eigentum des Staatsoberhaupts sind. Schliesslich sei hinzugefügt, dass Muhammed (ssallallahu aleyhi wessellem) seine Lehre in jeder Hinsicht auch selbst streng befolgt hat.

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